Moonlight
17. April

Herausragendes, mehrfach Oscar-prämiertes US-Drama, das mit einer eindringlichen C harakterstudie den Werdegang eines Jugendlichen in Miami thematisiert.

Der Film zeigt in drei Kapiteln jeweils einen besonderen Abschnitt in Chirons (Ashton Sanders, Alex R. Hibbert, Tre‘ Rhodes) Leben. Als kleiner Junge wächst er zusammen mit seiner cracksüchtigen Mutter (Naomi Harris) in einem heruntergerkommenen Armenviertel von Miami auf, das von Drogen, Kriminalität und Gewalt geprägt ist. Chiron ist anders als die anderen Jungs und wird wegen seiner sensiblen und feinfühligen Art von seinen Mitschülern erbarmungslos gemobbt.

 

Der Zufall treibt Chiron in die Arme des Drogendealers Juan (Mahershala Ali), der den eingeschüchterten Jungen unter seine Fittiche nimmt. Zum ersten mal fühlt sich Chiron geborgen und verstanden, doch auch diese Welt gibt ihm wenig Zukunftsperspektiven. Als Jugendlicher verliebt sich Chiron das erste Mal und seine Gefühle werden überraschend erwidert. Doch das Schicksal trennt die beiden wieder. Jahre später hat sich Chiron eine neue Existenz in Atlanta aufgebaut und ist genauso wie sein Mentor Juan zu einem „waschechten Kerl“ geworden. Mit seinen durchtrainierten Muskeln, den goldenen „Grills“ auf den Zähnen und dem harten Gehabe versucht er, sein wahres Ich vor seinem Umfeld zu verbergen. Eines Tages reißt ihn ein Anruf aus seiner neuen Routine und droht, die mühsam aufgebaute Fassade zum Bröckeln zu bringen.

Moonlight – Hintergründe

Das hochkarätig besetzte Drama wurde bei den Oscars 2017 in den Kategorien „Bester Film“, „Bester Nebendarsteller (Mahershala Ali)“ und das „Beste adaptierte Drehbuch“ mit dem wichtigen Filmpreis ausgezeichnet. Nominiert war der Film außerdem in den Kategorien „Beste Regie“, „Beste Nebendarstellerin“ (Naomie Harris) sowie für „Beste Kamera“, „Beste Filmmusik“ und „Bester Filmschnitt“. Zudem hat „Moonlight“ bei den Golden Globes 2017 die Auszeichnung in der Kategorie „Bester Film – Drama“ gewonnen. Regie führte der Newcomer Barry Jenkins („Medicine for Melancholy„), dessen Filme oft die Probleme und Herausforderungen von Afro-Amerikanern schildern. Für sein neuestes Werk konnte er so namenhafte Schauspieler wie Mahershala Ali („Luke Cage„), Naomi Harris („James Bond – Spectre„) und André Holland („The Knick„) gewinnen. Die Geschichte basiert auf dem Theaterstück „In Moonlight Black Boys Look Blue“ von Tarell Alvin McCraney und verarbeitet das Farbspiel des Theatertitels stilsicher und gekonnt auf der visuellen Ebene.